Bier-Rippchen – Konsistenz von Pulled Pork

Rezept für 4 Personen

  • 1,5 kg Schälrippchen
  • 1 Liter Schwarzbier
  • 0,5 Liter Malzbier
  • 2 Karotten
  • 1 Kartoffel
  • 2 Pastinaken (nach Belieben)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Lorbeerblätter
  • Etwas Piment
  • Paprikagewürz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack

Für die Glasur

Sojasoße und Honig im Verhältnis 3:1

 

Zubereitung

  1. Rippchen mit der Fleischseite nach innen in den Topf legen.
  2. Gemüse und Gewürze (nach Belieben schälen und zerkleinern) dazugeben.
  3. Mit dem Bier und Malzbier auffüllen, bis alles bedeckt ist. Sollten die 1,5 Liter nicht genügen, weiter im Verhältnis 2:1 (Bier:Malzbier) auffüllen, bis alles bedeckt ist.
  4. 2 Stunden mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
  5. 10 Minuten vor Ablauf der Zeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen und die Glasur aus Sojasoße und Honig zubereiten (einfach verrühren, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht).
  6. Rippchen entnehmen und in eine Auflaufform legen.
  7. Rippchen mit der Glasur bestreichen und 10 Minuten backen.
  8. Rippchen wenden, erneut mit Glasur bestreichen und wieder 10 Minuten backen.

 

 

 

 

Covrigii – rumänische Brezeln

Das Rezept genügt für 16 Covrigii

Teig:

  • 210 ml warmes Wasser
  • 60 gr. Butter
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 450 gr. Mehl
  • 7 gr. Trockenhefe

Kochwasser:

  • 1 Liter kochendes Wasser
  • 2 Esslöffel Backpulver oder Natron

Glasur

  • 1 Eigelb
  • 1 Esslöffel Öl
  • Nach Wunsch: Sesam, Salz, Mohn, Körner etc.

 

Zubereitung:

  1. Teigzubereitung
  • Butter schmelzen und mit dem warmen Wasser mischen
  • Salz, Zucker, Mehl und Hefe mischen
  • Warme Buttermischung zum Mehlgemisch geben und zu einem glatten Teig verarbeiten
  • Eine Stunde gehen lassen
  1. Covrigii formen
  • Teig in 16 Teile teilen, die Covrigii fromen und erneut 10-15 Minuten gehen lassen
  • Derweil den Backofen auf 230 Grad vorheizen
  1. Kochwasser
  • Wasser zum kochen bringen und Backpulver/Natron zufügen
  • Jedes Covrigii 30 Sekunden kochen und dann auf ein Backblech legen
  1. Backen
  • Eigelb mit Öl mischen und jedes Covrigii damit bestreichen
  • Nach Belieben Körner draufstreuen oder Natur lassen
  • Covrigii 25-30 Minuten backen

Windpocken – ein Erfahrungsbericht über den Verlauf bei Babys

Mein kleiner Mann (7 Monate) hatte Windpocken. Leider kann erst mit 11 Monaten dagegen geimpft werden, aber er hat sie sich früher eingefangen. Doof.

Das Problem bei Windpocken ist auch, dass man schon 2-3 Tagen vor sichtbarem Ausbruch ansteckend ist. Die Inkubationszeit, also Ansteckung bis zum Ausbruch, beträgt 7-21 Tage, meistens 2 Wochen. Die Dauer der Krankheit beträgt dann auch wieder ca. 14 Tage und echt kein Zuckerschlecken.

Hier ist mein Bericht.

Ausbruch der Krankheit:

Tag 1
Angefangen hatte es wohl Sonntagnacht. Mir ist Montagmorgen ein linsengroßer Fleck an Mickeys Hals aufgefallen. Ich dachte aber, es käme vom Reisverschluss der Jacke und schenke dem Fleck keine besondere Beachtung.
Das Mickey schon in den Nächten von Freitag auf Samstag, und von Samstag auf Sonntag extrem schwierig war, schob ich noch auf den Wachstumsschub. Es war aber wohl der Beginn des Ausbruchs der Windpocken. Den bevor es sichtbar wird, fühlen sich die Kids sehr unwohl und können auch starke Kopfschmerzen haben.

Tag 2
Dienstagabend fielen mir dann neue Punkte (3 neue im Gesicht, einer auf dem Bauch und 3 auf dem Kopf) auf. Sofort schaute ich auch im Mund nach, um schnell Masern ausschließen zu können. Nix im Mund, also die Nacht abwarten und dann zum Arzt.

Tag 3
Mittwochmorgen rief ich sofort beim Kinderarzt an. Mickey hatte Fieber, was ich mit einem Zäpfchen behandelt habe. Um 11.30 Uhr sollte ich beim Kinderarzt sein, klingeln und warten, bis ich abgeholt werde, damit ich nicht in Kontakt mit anderen Kindern komme. Ich kam beim Arzt an und wurde sofort in ein Zimmer geschleust. Der Kinderarzt bestätigte meine Vermutung. Windpocken. Ich bekam noch Ibuprofenzäpfchen und Anaesthesulf verschrieben und ging wieder nach Hause. Die Pocken wurden mehr und Mickey wurde unwirch.

Tag 4
Donnerstag war Mickeys Gesicht und sein Kopf förmlich übersäht mit Pocken. Er weinte auch unglaublich viel und hatte starkes Fieber. Wenn er schlief, dann höchstens 60 Minuten am Stück. Auch in der Nacht. Auch am Bauch und am Rücken bildeten sich Blasen. Allein im Gesicht waren es ca. 50 Bläschen. Donnerstagmittag rief noch das Gesundheitsamt an, weil Windpocken nun meldepflichtig sind. Ich musste ein paar Fragen beantworten (wo wir waren, ob wir Kontakt zu Babys oder Immunschwachen etc. hatten -was wir zum Glück nicht hatten- und es wurde uns gute Besserung gewünscht). Donnerstagabend war das Bläschen vom Hals, das ich Sonntagnacht entdeckte, schon verkrustet.

Tag 5
Die Nacht auf Freitag war wieder extrem schwierig. Um 3:30 Uhr wurde Mickey weinend wach (sonst wird er nur so wach) und glühte förmlich. Wir waren bei 39,9 Fieber. Ich also ein Fieberzäpfchen gegeben und gegen 5:00 Uhr ist er wieder erschöpft eingeschlafen. Um 10:00 Uhr war das Fieber nochmals bei 39,4 Grad, also rief ich beim Arzt an. Ich sollte in der Mittagspause kommen und ihm noch ein Zäpfchen geben. Beim Arzt angekommen um 12:30 Uhr war das Fieber, trotz Ibu, wieder bei 39,5.
Es wurde dem kleinem Mann Blut abgenommen, was er teilnahmslos über sich ergehen ließ. Die Entzündungswerte waren zwar nicht auffällig aber dennoch bekam er Antibiotika verschrieben. Kurz vor Ablauf der 6 Stunden -Pause zwischen den Zäpfchen- waren wir bei 40,5 und ich habe ihm ein Zäpfchen gegeben.
Er war den ganzen Tag sehr teilnahmslos und motzig, zwar hat er kleine Naps gemacht, aber vom erholsamen Schlaf war das sehr weit entfernt.

Tag 6
In der Nacht auf Samstag, ziemlich genau um 00:00 hatte er 39,5 Fieber. Ich habe ihm das Antibiotikum gegeben und ein Fieberzäpfchen, die Flecken wieder abgetupft und dann hat er bis ca 3.00 Uhr geschlafen, war wach und dann wieder bis ca 6:00 Uhr. Er war so erschöpft, dass er immer wieder gequengelt hat, aber meist an Ort und Stelle, wie er gerade lag, eingeschlafen ist. Ich habe mich dann „drumherum“ drapiert, um meinen Schatz nicht zu wecken.
Am Morgen hatte er nur noch 37 Grad, also kein Fieber mehr. Die Pocken im Gesicht waren fast komplett verkrustet, nur die Pocke am Hals macht mir Sorgen. Sie kann irgendwie nicht abtrocknen, da sie genau in der Speckfalte liegt. Immerhin zeigt er da wieder Interesse an seinen Spielzügen und nutze die Wippe als Fortbewegungsmittel.

Tag 7
Er hat zwischen 23:00 und 9:00 Uhr mit nur 3 mal Stillen „durchgeschlafen“. Das Fieber war mit 36,8 am Morgen endlich besiegt und es ging darum, dass alle Bläschen trocknen und abfallen. Im Gesicht war an diesem Tage alles verkrustet und Mickey war, was Aktivität angeht, wieder der Alte. Er krabbelte durchs ganze Haus und zog sich überall (nicht ganz unfallfrei) hoch.

Tag 8
Auch in der Nacht von Sonntag auf Montag hat er sehr gut geschlafen und mich nur 3-mal zum Stillen geweckt. Insgesamt hat er von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr geschlafen. In der Nacht sind auch die ersten Krusten abgefallen und haben rote Flecken hinterlassen. Der Tag war ok. Mickey ist immer aktiver. Es verkrustete immer mehr und der rote Kranz um die bereits vorhandenen Krusten wurd immer kleiner.

Tag 9
In der Nacht war Mickey wieder unruhig. Es hat ihn wohl alles gejuckt – oder er hat schlecht geschlafen. Nach Rücksprache mit dem Arzt sollen wir noch bis morgen das Antibiotikum nehmen. Dann haben wir es 6 Tage genutzt.

Tag 10
Die Nacht war wieder hart, aber das lag -glaube ich- weniger an den Pocken, als  an dem Zahn, den der kleine Mann nun bekommt. Die Krusten wurden richtig hart, stehen ab wie kleine Berge und der kleine rote Kranz, der vor Tagen noch jeweils dazu sorgte, dass das ganze Baby bedeckt ist, ist nun kaum noch sichtbar. Jetzt ist er auch nicht mehr ansteckend und wir trauten und wieder vor die Türe, was ihm sehr gut tat. Heute gab es auch das letzte Mal Antibiotika.

Tag 11
Donnerstag und das Wochenende naht. Die Krusten fallen nun nach und nach ab und dein wunderschönes Gesicht wird wieder sichtbar. Leider hat er sich wieder eine Erkältung eingefangen. Die Nase läuft also wieder.

Tag 12-15
Freitag – Sonntag: Langsam, ganz langsam bekommen die roten Flecken, an denen die Krusten abgefallen waren, weiße Ränder. Als Laie erkannte man nicht mehr, dass es mal Windpocken waren. Die Pickel wurden immer weniger, am Körper waren noch Krusten aber das Gesicht sah nur noch nach kleinen Pickelchen aus.

Tag 16-26
Die verbleibenden Flecken wurden immer heller und zu kleinen Einbuchtungen (wie Narben) und verschwinden wohl.

Tag ?
Wenn nichts mehr sichtbar ist, werde ich ein Update senden.

 

Ich kann euch sagen. Ein Baby und Windpocken sind keine gute Mischung.