Geplanter Kaiserschnitt in Klosterneuburg – die Geburtsplanung

Der Termin zur Geburtsplanung (geplante resectio) im Landesklinikum Klosterneuburg:

Zwischen der 25. und 30. SSW meldet man sich im Landesklinikum. Wichtig ist, dass alle Mutter-Kind-Pass -Untersuchungen bis dahin vorliegen müssen und die Ergebnisse des Zuckerbelastungstests und des HIV-Tests sowie der Blutgruppennachweis (in Ösiland ein spezielles Kärtchen, das man überall hin mitnimmt) vorliegen.

Dort redet man allgemein – wird schon gefragt, ob KS oder natürliche Geburt, bekommt die Zimmer gezeigt und einen Termin für das Geburtsplanungsgespräch um die 38. Woche rum.

Mein Termin war 36+6, also Anfang 38. SSW

Die Klinik war fast leergefegt und kaum jemand war da, daher war es auch extrem ruhig.

Hoch in den ersten Stock zum Infoschalter.

Station 1:

Direkt zur Hebamme zum CTG schreiben. In Deutschland gibt es ab der 25. SSW regelmäßig CTG-so alle 4 Wochen. Hier war es das erste CTG der Schwangerschaft. Während des CTG Blutabnahme, die ich gar nicht gespürt habe und den Fragebogen beantworten. Dann noch Blutdruck messen und direkt weiter.

Station 2:

Ultraschall, Lage kontrollieren, Kind schauen, messen und wiegen (geschätzt 51,5 cm und 2.800g).

Durchblutung der Nabelschnur, Fruchtwasser und Plazenta checken und Aufklärung über die Geburt/Kaiserschnitt.

Die Ärztin war so toll. Ich sagte ihr, dass ich eine schlimme erste Geburt hatte mit missglückter Einleitung, Wehentropf mit heftigen Wehen über 19 Stunden aber komplett ohne Muttermundakrivität und schließlich sec. Sectio. Deshalb könne ich mir eine natürliche Geburt nicht mehr vorstellen.

Sie sagte, dass sie das so viele Stunden gar nicht zugelassen hätte. Wenn ne Einleitung nicht die Geburt in Schwung bringe, dann müsse man sofort reagieren, sonst hätte die Frau nur Schmerzen ohne Sinn und Zweck und wenn man zu lange wartet, dann endet es oft im Notkaiserschnitt. Das erste mal hab ich mich verstanden gefühlt.

Dann sagte sie weiter: „Jemandem, der sowas erlebt hat, wurde ich niemals in eine natürliche Geburt drängen, außer sie wollen das unbedingt. Wir machen einen Kaiserschnitt – nur diesmal entspannt und ohne Stress und mit Bondingband.“

Wir redeten weiter und ich sagte ihr, dass ich meinen Großen (2 Jahre) noch stille. Sie meinte: „Ich habe meine bis 3 gestillt, lassen Sie sich nicht einreden, dass es falsch wäre. Es ist das natürlichste überhaupt. Gut, um die Milch wird es jetzt einen Kampf geben, aber das meistern Sie auch. Immer auf den Bauch hören.“

Ich hatte noch nie so eine Ärztin erlebt. Nicht nur offen für meinen Kaiserschnittwunsch. Sie hat mich nochmal bestärkt. Zudem ist sie selbst Normalzeitstillmama  sagt, dass wir einfach auf unser Gefühl hören sollen. Diese Mischung aus Muttergefühl, „die Natur richtet es“ aber auch der Natur nachhelfen mit den medizinischen Möglichkeiten, die wir heute haben fand ich grandios.

Der Kaiserschnitttermin wurde festgelegt und der genaue Ablauf erläutert. Dann ging es mit winzigem Umweg zur Anästhesie.

Station 3:

Die Anmeldung in der Klinik erfolgte.

Station 4:

Die Aufklärung erfolgte durch den Chef-Anästhesisten und war, wie der ganze Vormittag in der Klinik, sehr nett und entspannend.

Ich freue mich, diese Klinik gefunden zu haben.

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