Preisschock im Drogeriemarkt

Ja Ihr lieben Deutschen, 

wenn ihr nach Österreich kommt um Urlaub zu machen, geht vorher in den Drogeriemarkt einkaufen. Nicht denken: Deo, Zahnbürste, Windeln und Co kaufe ich gemütlich vor Ort.

Das es hier etwas teurer ist, wusste ich. Aber das hier manche Artikel dermaßen teuer sind, dass ich in Deutschland zwei oder drei Artikel bekommen würde, hätte ich nicht gedacht. .

Dazu sei gesagt, dass ich ausschließlich hier die Normalpreise von DM Deutschland und DM Österreich verglichen habe, um euch einen genauen Vergleich zu geben. .

Deshalb hier eine Auflistung von Dingen, die ich immer kaufe (außer der Haarfarbe):

  • Garnier Deo Damen: 1,35🇩🇪 / 3,65🇦🇹
  • L’Oreal Deo Herren: 1,35🇩🇪 / 4,25🇦🇹
  • Haarfarbe: 6,55🇩🇪 / 13,95🇦🇹
  • Freche Freunde Quetschie 0,75 🇩🇪 / 1,10🇦🇹
  • Babylove Quetschie 0,40 🇩🇪 / 0,70🇦🇹
  • Zahnbürste Dr Best 1,25 🇩🇪 / 1,85🇦🇹
  • Zahnpasta 2,95 🇩🇪 / 3,55🇦🇹
  • Persil Caps 5,45 🇩🇪 / 7,85🇦🇹
  • Warenkorb 🇩🇪 20,05 / 🇦🇹 36,90€

 

Aber ich liebe Österreich und will hier nicht mehr weg. – Und wenn man in Aktion🇦🇹/im Angebot🇩🇪 kauft, zahlt man hier annähernd das, was man in Deutschland bei Normalpreis bezahlen würde💪.

Das Kipferl ist ein Hörnchen und die Hörnchen sind Nudeln

Ich lebe nun seit einen halben Jahr hier aber man kann mich immernoch überraschen.

Nein, ich meine nicht den netten älteren Wiener, der mir in der Bim von seinen Urenkeln erzählt und ich versuche ihn zu verstehen. 😂 .

Ich meine das Krankenhausessen.

Wie jetzt? Was kann man da falsch verstehen?

Na ganz einfach – das Menü. Da stand nämlich folgendes:

„Gulasch mit Hörnchen“ –

Ich dachte mir: „Naja andere Länder andere Sitten“, und stellte mich darauf ein ein Gulasch mit einem deutschen Hörnchen (also einem Ösi-Kipferl zu bekommen). Nach einem anfänglich seltsamen Gefühl im Magen hat mir die Vorstellung sogar gefallen… … und was kam? 

… Nudeln 😂 

Da dachte ich: Ach ja.. Ein Kipferl ist ein Hörnchen und Hörnchen sind Nudeln 🤣🤦🏻‍♀️🤣

Tiramisu

Zutaten:

  • 40-60 Biskotten (Manner)
  • 4 Eier (getrennt)
  • 20g Vanillezucker
  • 80g Zucker
  • 500g  Mascarpone
  • 200ml Kaffee (stark)
  • 2cl Rum
  • etwas Tonkabohne
  • 4 El Kakao

Zubereitung:

Alle Zutaten zurecht legen, Kaffee kochen und abkühlen lassen. Die Eier trennen und das Eiweiß in ein hohes Gefäß geben.

4 Dotter mit 40g Zucker und 20g Vanillezucker schaumig rühren. Dann löffelweise die Mascarpone dazugeben, bis eine Creme entsteht. Nach Geschmack Tonkabohne zugeben (oder auch nicht).

Eiweiß mit 40g Zucker steif schlagen und unter die Creme heben.

Den Rum mit dem abgekühlten Kaffee mischen und die Form mit der Mischung auspinseln, dass ein leichter feuchter Film am Boden ist.

Dann eine Lage Biskotten drauf und die Biskotten von oben mit der Kaffeemischung bepinseln. Darauf eine Schicht Creme geben.

Dann wieder eine Lage Biskotten, von oben mit der Kaffeemischung bepinseln und eine Schicht Creme, dann wieder Biskotten-Kaffee-Creme, sodass man am Schluss 3 Schichten Biskotten und 3 Schichten Creme hat.

Alles mindestens 12 -optimal 24- Stunden kalt stellen und vor dem Servieren mit den Kakao bestreuen.

Wie ihr auf dem Zutatenbild seht, habe ich noch eine Kindervariante gemacht: Mit entkoffeiniertem Kaffee, kein Rum, Dinkelbiskotten und einer Schicht Banane

 

Eine wundervolle Geburt – geplanter KS in der Babyvilla in Klosterneuburg

Check-In am Abend vor dem geplanten Kaiserschnitt. Zwischen 16 und 17:00 Uhr sollte ich da sein.

Angekommen und ich wurde gleich mit Namen begrüßt. Wie bei einen Ceck-In in ein 5-Sterne-Hotel. Ein CTG wurde geschrieben und dann habe ich ein Zimmer bekommen. Ein wirklich schönes Zimmer, etwas altbacken in der Einrichtung aber riesig und echt schön. Versprüht so den Charme einer Klinik auf dem Land aber top ausgestattet.

Man muss quasi nichts mitbringen. Sogar das Nachthemd bekommt man von hier. Ferner gibt es alles für das Baby sowie Handtücher und Badetücher. 

Dann gab es Abendessen vom Buffet (es gibt in der Früh und am Abend Buffet, mittags bekommt man ein Essen gebracht-man kann zwischen 4 verschiedenen wählen) Zudem steht dort ein frei zugänglicher Kaffeeautomat, der neben Kaffee und heißem Wasser sogar Cappuccino und Kakao zubereiten kann.

Ich war duschen und kurz darauf wurde der Zugang für die OP gelegt sowie der Ablauf für den nächsten Tag geplant:

Ab 22 Uhr nichts mehr essen und trinken (Wasser nur Schluckweise). Um 6:00 Uhr soll ich fertig gemacht werden, CTG wird geschrieben und um 7:45 sollte es in den OP. Der einzige geplante Kaiserschnitt für diesen Tag.

Ich versuchte zu schlafen, aber ich war einfach zu aufgeregt und hatte meine Gedanken bei meinen Michi, der die erste Nacht ohne Mama verbringen muss.

Zudem hatte Sebi so getanzt und auf die Blase getreten, dass ich 4x zwischen 23:00 und 5:00 Uhr auf Toilette war.

Um 6:50 Uhr kam eine Schwester, hängte eine Infusion an und gab mir meine OP-Kleidung. Dann folgte noch das letzte CTG.  Um 8:00 Uhr wurde ich abgeholt und in den OP gefahren. Das Team war so nett und super. Dann kam schon der Matthias, meine OP-Betreuungs“schwester“, mein Mann war im grünen Dress, ich hatte das leckere Fläschchen Magensäureneutralisator-Dingsbums getrunken, hatte die Pads auf der Brust und dann auf einmal: HEKTIK!

Ein Notfall kam dazwischen (manuelle Platzentaablösung nach natürlicher Geburt in Vollnarkose) – Also warten. Aber es war OK. Notfälle gehen immer vor und mir tat diese Frau so leid, die gerade ein Kind geboren hat und nun doch operiert werden muss. Sie weinte, als sie reingeschoben wurde und fragte immer wieder, ob sie wieder aufwache. Sie tat mit so unglaublich leid. Ich hätte sie am liebsten gedrückt.

Statt um 8:00 Uhr ging es für mich um ca. 9:00 Uhr in den OP. Immer bei mir, Matthias, meine liebste „OP-Schwester“. Er war so lieb und wundervoll.

Im OP war alles vorbereitet, aber keine Hektik. Alles gechillt. Man achtete darauf, dass ich immer bedeckt war und schon ging es los mit der Spinalen.

Die örtliche Betäubung merkt man leicht, aber da ist die Betäubung beim Zahnarzt unangenehmer -finde ich- … von der Spinalen bekommt man nichts mit  und schon werden Popo und die Beine warm.

Dann erst wurde der Katheter gelegt.

Ganz blöderweise wurde mir sehr schnell sehr schlecht und mein Blutdruck fiel rasch ab. Das ist eine typische Nebenwirkung der Spinalen. Innerhalb von 2 Minuten hatte die Anästhesie meinen Blutdruck und die Übelkeit wieder unter Kontrolle und sie fingen an. Dann durfte auch mein Mann hinzu und bei mir sitzen.

Berührungen spürt man, Schmerzen nicht. Es gab ein Ruckeln und dann ein schreiendes Baby. Mit Wurmi war alles ok (9-10-10) und man begann damit, die Plazenta zu lösen und dann mich wieder zuzunähen.

Mein Mann durfte mit dem kleinen Wurm mit und brachte ihn gleich – in ein Handtuch gewickelt wieder zu mir.

Bestimmt 15-20 Minuten war er bei mir, dann fragte die Hebamme, ob es OK sei, wenn mein Mann und der Zwerg nun ins Kinderzimmer gehen und ihn fertig machen und wir uns dann wieder im Aufwachraum sehen. Klar war das Ok. So 30 Minuten später war ich dann auch fertig und ich wurde in den Aufwachraum verlegt. Ich bekam Schmerzmittel angehängt und warte darauf, meine Beine wieder bewegen zu können. Wieder ca 20 Minuten später darauf kam mein Mann mit dem Wurm und er wurde direkt angelegt. In der Zwischenzeit war mein Mann mit Zwerg übrigens in einer Art Snoozle-Raum für die Väter mit den Neugeborenen. Dort wurde ihm der Wurm auf die Brust gelegt, sodass beide kuscheln konnten.

Der kleine Mann (3.080 gr. und 50 cm) hatte nur eine Windel an und so sollte es den ganzen Tag und auch die Nacht bleiben – sowie die Tage darauf.

Hier wird auf Bonding und Stillen sehr viel Wert gelegt. Im Zimmer wurde dann nur noch Haut an Haut gekuschelt und gestillt.

In der Babyvilla sieht man es gerne und ermutigt auch die Frauen, dass das Baby mit der Mama im selben Bett schläft.

Die Schmerzen sind einfach nur die normalen Kaiserschnittschmerzen an der Narbe – immerhin ist es eine große Bauch-OP und dann die Schmerzen wenn sich die Gebärmutter zusammenzieht. Wie extrem starke Regelschmerzen + Nachwehen.

Aber das vergeht relativ schnell weg. Um 17:00 Uhr, also nach 5,5 Stunden im Zimmer durfte ich mit Hilfe aufstehen. Es wurde nochmal gefragt, ob ich mir zutraue alleine aufzustehen und als ich dies bejahte, wurde der Katheter entfernt und ab diesem Zeitpunkt durfte ich alles selbst machen, also auch den Zwerg wickeln 😍