Eine wundervolle Geburt – geplanter KS in der Babyvilla in Klosterneuburg

Check-In am Abend vor dem geplanten Kaiserschnitt. Zwischen 16 und 17:00 Uhr sollte ich da sein.

Angekommen und ich wurde gleich mit Namen begrüßt. Wie bei einen Ceck-In in ein 5-Sterne-Hotel. Ein CTG wurde geschrieben und dann habe ich ein Zimmer bekommen. Ein wirklich schönes Zimmer, etwas altbacken in der Einrichtung aber riesig und echt schön. Versprüht so den Charme einer Klinik auf dem Land aber top ausgestattet.

Man muss quasi nichts mitbringen. Sogar das Nachthemd bekommt man von hier. Ferner gibt es alles für das Baby sowie Handtücher und Badetücher. 

Dann gab es Abendessen vom Buffet (es gibt in der Früh und am Abend Buffet, mittags bekommt man ein Essen gebracht-man kann zwischen 4 verschiedenen wählen) Zudem steht dort ein frei zugänglicher Kaffeeautomat, der neben Kaffee und heißem Wasser sogar Cappuccino und Kakao zubereiten kann.

Ich war duschen und kurz darauf wurde der Zugang für die OP gelegt sowie der Ablauf für den nächsten Tag geplant:

Ab 22 Uhr nichts mehr essen und trinken (Wasser nur Schluckweise). Um 6:00 Uhr soll ich fertig gemacht werden, CTG wird geschrieben und um 7:45 sollte es in den OP. Der einzige geplante Kaiserschnitt für diesen Tag.

Ich versuchte zu schlafen, aber ich war einfach zu aufgeregt und hatte meine Gedanken bei meinen Michi, der die erste Nacht ohne Mama verbringen muss.

Zudem hatte Sebi so getanzt und auf die Blase getreten, dass ich 4x zwischen 23:00 und 5:00 Uhr auf Toilette war.

Um 6:50 Uhr kam eine Schwester, hängte eine Infusion an und gab mir meine OP-Kleidung. Dann folgte noch das letzte CTG.  Um 8:00 Uhr wurde ich abgeholt und in den OP gefahren. Das Team war so nett und super. Dann kam schon der Matthias, meine OP-Betreuungs“schwester“, mein Mann war im grünen Dress, ich hatte das leckere Fläschchen Magensäureneutralisator-Dingsbums getrunken, hatte die Pads auf der Brust und dann auf einmal: HEKTIK!

Ein Notfall kam dazwischen (manuelle Platzentaablösung nach natürlicher Geburt in Vollnarkose) – Also warten. Aber es war OK. Notfälle gehen immer vor und mir tat diese Frau so leid, die gerade ein Kind geboren hat und nun doch operiert werden muss. Sie weinte, als sie reingeschoben wurde und fragte immer wieder, ob sie wieder aufwache. Sie tat mit so unglaublich leid. Ich hätte sie am liebsten gedrückt.

Statt um 8:00 Uhr ging es für mich um ca. 9:00 Uhr in den OP. Immer bei mir, Matthias, meine liebste „OP-Schwester“. Er war so lieb und wundervoll.

Im OP war alles vorbereitet, aber keine Hektik. Alles gechillt. Man achtete darauf, dass ich immer bedeckt war und schon ging es los mit der Spinalen.

Die örtliche Betäubung merkt man leicht, aber da ist die Betäubung beim Zahnarzt unangenehmer -finde ich- … von der Spinalen bekommt man nichts mit  und schon werden Popo und die Beine warm.

Dann erst wurde der Katheter gelegt.

Ganz blöderweise wurde mir sehr schnell sehr schlecht und mein Blutdruck fiel rasch ab. Das ist eine typische Nebenwirkung der Spinalen. Innerhalb von 2 Minuten hatte die Anästhesie meinen Blutdruck und die Übelkeit wieder unter Kontrolle und sie fingen an. Dann durfte auch mein Mann hinzu und bei mir sitzen.

Berührungen spürt man, Schmerzen nicht. Es gab ein Ruckeln und dann ein schreiendes Baby. Mit Wurmi war alles ok (9-10-10) und man begann damit, die Plazenta zu lösen und dann mich wieder zuzunähen.

Mein Mann durfte mit dem kleinen Wurm mit und brachte ihn gleich – in ein Handtuch gewickelt wieder zu mir.

Bestimmt 15-20 Minuten war er bei mir, dann fragte die Hebamme, ob es OK sei, wenn mein Mann und der Zwerg nun ins Kinderzimmer gehen und ihn fertig machen und wir uns dann wieder im Aufwachraum sehen. Klar war das Ok. So 30 Minuten später war ich dann auch fertig und ich wurde in den Aufwachraum verlegt. Ich bekam Schmerzmittel angehängt und warte darauf, meine Beine wieder bewegen zu können. Wieder ca 20 Minuten später darauf kam mein Mann mit dem Wurm und er wurde direkt angelegt. In der Zwischenzeit war mein Mann mit Zwerg übrigens in einer Art Snoozle-Raum für die Väter mit den Neugeborenen. Dort wurde ihm der Wurm auf die Brust gelegt, sodass beide kuscheln konnten.

Der kleine Mann (3.080 gr. und 50 cm) hatte nur eine Windel an und so sollte es den ganzen Tag und auch die Nacht bleiben – sowie die Tage darauf.

Hier wird auf Bonding und Stillen sehr viel Wert gelegt. Im Zimmer wurde dann nur noch Haut an Haut gekuschelt und gestillt.

In der Babyvilla sieht man es gerne und ermutigt auch die Frauen, dass das Baby mit der Mama im selben Bett schläft.

Die Schmerzen sind einfach nur die normalen Kaiserschnittschmerzen an der Narbe – immerhin ist es eine große Bauch-OP und dann die Schmerzen wenn sich die Gebärmutter zusammenzieht. Wie extrem starke Regelschmerzen + Nachwehen.

Aber das vergeht relativ schnell weg. Um 17:00 Uhr, also nach 5,5 Stunden im Zimmer durfte ich mit Hilfe aufstehen. Es wurde nochmal gefragt, ob ich mir zutraue alleine aufzustehen und als ich dies bejahte, wurde der Katheter entfernt und ab diesem Zeitpunkt durfte ich alles selbst machen, also auch den Zwerg wickeln 😍

Geplanter Kaiserschnitt in Klosterneuburg – die Geburtsplanung

Der Termin zur Geburtsplanung (geplante resectio) im Landesklinikum Klosterneuburg:

Zwischen der 25. und 30. SSW meldet man sich im Landesklinikum. Wichtig ist, dass alle Mutter-Kind-Pass -Untersuchungen bis dahin vorliegen müssen und die Ergebnisse des Zuckerbelastungstests und des HIV-Tests sowie der Blutgruppennachweis (in Ösiland ein spezielles Kärtchen, das man überall hin mitnimmt) vorliegen.

Dort redet man allgemein – wird schon gefragt, ob KS oder natürliche Geburt, bekommt die Zimmer gezeigt und einen Termin für das Geburtsplanungsgespräch um die 38. Woche rum.

Mein Termin war 36+6, also Anfang 38. SSW

Die Klinik war fast leergefegt und kaum jemand war da, daher war es auch extrem ruhig.

Hoch in den ersten Stock zum Infoschalter.

Station 1:

Direkt zur Hebamme zum CTG schreiben. In Deutschland gibt es ab der 25. SSW regelmäßig CTG-so alle 4 Wochen. Hier war es das erste CTG der Schwangerschaft. Während des CTG Blutabnahme, die ich gar nicht gespürt habe und den Fragebogen beantworten. Dann noch Blutdruck messen und direkt weiter.

Station 2:

Ultraschall, Lage kontrollieren, Kind schauen, messen und wiegen (geschätzt 51,5 cm und 2.800g).

Durchblutung der Nabelschnur, Fruchtwasser und Plazenta checken und Aufklärung über die Geburt/Kaiserschnitt.

Die Ärztin war so toll. Ich sagte ihr, dass ich eine schlimme erste Geburt hatte mit missglückter Einleitung, Wehentropf mit heftigen Wehen über 19 Stunden aber komplett ohne Muttermundakrivität und schließlich sec. Sectio. Deshalb könne ich mir eine natürliche Geburt nicht mehr vorstellen.

Sie sagte, dass sie das so viele Stunden gar nicht zugelassen hätte. Wenn ne Einleitung nicht die Geburt in Schwung bringe, dann müsse man sofort reagieren, sonst hätte die Frau nur Schmerzen ohne Sinn und Zweck und wenn man zu lange wartet, dann endet es oft im Notkaiserschnitt. Das erste mal hab ich mich verstanden gefühlt.

Dann sagte sie weiter: „Jemandem, der sowas erlebt hat, wurde ich niemals in eine natürliche Geburt drängen, außer sie wollen das unbedingt. Wir machen einen Kaiserschnitt – nur diesmal entspannt und ohne Stress und mit Bondingband.“

Wir redeten weiter und ich sagte ihr, dass ich meinen Großen (2 Jahre) noch stille. Sie meinte: „Ich habe meine bis 3 gestillt, lassen Sie sich nicht einreden, dass es falsch wäre. Es ist das natürlichste überhaupt. Gut, um die Milch wird es jetzt einen Kampf geben, aber das meistern Sie auch. Immer auf den Bauch hören.“

Ich hatte noch nie so eine Ärztin erlebt. Nicht nur offen für meinen Kaiserschnittwunsch. Sie hat mich nochmal bestärkt. Zudem ist sie selbst Normalzeitstillmama  sagt, dass wir einfach auf unser Gefühl hören sollen. Diese Mischung aus Muttergefühl, „die Natur richtet es“ aber auch der Natur nachhelfen mit den medizinischen Möglichkeiten, die wir heute haben fand ich grandios.

Der Kaiserschnitttermin wurde festgelegt und der genaue Ablauf erläutert. Dann ging es mit winzigem Umweg zur Anästhesie.

Station 3:

Die Anmeldung in der Klinik erfolgte.

Station 4:

Die Aufklärung erfolgte durch den Chef-Anästhesisten und war, wie der ganze Vormittag in der Klinik, sehr nett und entspannend.

Ich freue mich, diese Klinik gefunden zu haben.

Kinder MÜSSEN schwimmen lernen

Herzensangelegenheit und sooo wichtig!

Die Bade- und Schwimmsaison beginnt nun bald und mir ist es wichtig, in diesem Zusammenhang etwas los zu werden. .

Ich gehe mit dem Zwerg -seit er zwölf Wochen alt ist- regelmäßig schwimmen. Was ich im Schwimmbad oft erlebe, ist erschreckend.

Da werden Kindern Schwimmhilfen angezogen, die den Kindern und Eltern fälschlicherweise eine Sicherheit vermitteln, die aber nicht gegeben ist.

Ich sehe Kinder, die mit Schwimmärmchen im Babybecken alleine gelassen werden, weil die Eltern denken, in dieser Wassertiefe kann nichts passieren. 

Ich sehe auch andere Situationen, die Eltern fälschlicherweise als ungefährlich einstufen. 

Ich sehe Eltern, die selbst rudimentäre Schwimmkenntnisse haben, aber ihren eigenen Kindern versuchen das Schwimmen beizubringen.

Bedenke immer, dass ein Ertrinken nicht wie Ertrinken aussieht. 

Ich selbst habe vor Jahren einmal ein Kind (Schwimmbecken) und einmal eine ältere Dame (Stömungskanal) rausgezogen. 

Ihr könnt euren Kindern nicht helfen, wenn ihr selbst keine guten Schwimmkenntnisse habt. 

Meldet eure Kinder bitte in richtigen Schwimmkursen an – 

Sie müssen lernen, mit dem Kopf unter Wasser zu schwimmen.

Sie müssen lernen, sich auf dem Rücken im Wasser entspannen zu können.

Sie müssen vor allen Dingen Selbstbewusstsein entwickeln.

Sie müssen weiter schwimmen können als 25 Meter…

Und und und..

Wichtig ist, dass eure Kinder so gut schwimmen können, dass sie im Wasser -egal was passiert- nicht in Panik geraten. Denn nur so könnt ihr sie wirklich schützen.

Also passt bitte immer auf eure Kinder auf und gebt sie in professionelle Hände, damit sie dort schwimmen lernen.

Der Wickelrucksack der Stadt Wien

Bei einem Treffen erfuhr ich, dass es in Wien so etwas gegen Vorlage des Mutter-Kind-Passes gibt. Woher soll man das als Auswanderer auch wissen?

Ich googelte und fand schnell welches Familienzentrum für mich zuständig ist.

MA11 in meinem Nachbarbezirk:

Dort angekommen bekam ich meinen Rucksack: ein Riesending und noch zwei Infozettel welche Services sie anbieten:

Eltern/Kind Treffs

Elternberatung

Ärztesprechstunde

viel für Alleinerziehende und Paare, die in Scheidung leben etc.

Aber zum Rucksack:

Es handelt sich um einen großen bequemen Rucksack der Firma Schneiders mit mehreren Innenfächern, ein Rückenfach und vorne ein ausgekleidetes Isolierfach. Dazu gehört noch ein wasserundurchlässiger Hipsterbag. Und was ist drin im Rucksack?

Für den Zwerg:

Creme- und Babyölproben, Zahnbürste mit Zahnpasta, Windeln Größe 3, Flasche und Schnuller von MAM, Babydecke, Wickelunterlage, Jausenbox, Stofftier, Erinnerungsbuch.

Gutscheine:

Sehr viele Rabattgutscheine (Babykleidung, IKEA, Möbelhäuser, Konsumgüter, Kurse, Gewinnspiele etc.), hervorheben möchte ich den Windelgutschein für Stoffwindeln im Wert von 100€ (einzulösen bei einem 250€ Paket).

Infomaterial:

Ein Ordner, den man auch gut die Unterlagen vom Kind nutzen kann mit allerlei Informationen und Telefonnummern, Ämtern etc.

Natürlich ist auch einiges an Werbung, unnützer Information und absolut unnützen und fast schon unverschämten Gutscheinen bei, aber bei Weiten nicht so viel, wie bei bei anderen Babybags oder Paketen.

Ich sortierte also aus, ordnete alles weg wo es hingehört und packte den Rucksack schonmal als Notfallkliniktasche. Man weiß ja nie.

Tipp Baby Geburtskissen mit Echtmaßen

Reinfall auf Insta aber mit gutem Ende. – Das verspätete Weihnachtsgeschenk für meine Eltern.

Im Sommer 2008 bestellte ich Geburtskissen über Instagram bei einer Verkäuferin, die offenbar viele kostenlosen Proben versendet hatte und so viel Werbung erhielt. Nach Mahnungen, da die Lieferzeit überschritten wurde, kamen sie endlich an, schief, mit Ausbesserungsstellen und falschen Maßen. 

 

Ich reklamierte und wurde ignoriert…
Tipp Baby Geburtskissen mit Echtmaßen weiterlesen

STILLEN – Langzeit / Normalzeit / Kurzzeit

Ich stille nun seit fast zwei Jahren und setze mich nun mit dem Tandemstillen auseinander. (Anfang Mai kommt mein kleiner Stier)

Stillen ist Liebe
Stillen ist die schönste Verbindung

Für mein – wie es viele nennen- Langzeitstillen bekomme ich sehr viel Lob und alle finden es klasse, dass ich mich so aufopfere… Hm aufopfern würde ich es nicht nennen – ich mache es gerne, weil es mir und dem Zwerg gut tut. Weil es meiner Ansicht nach mit Abstand die beste Nahrung für den Zwerg ist.

Als ich anfing zu Stillen, wurde ich damit konfrontiert, dass viele gegen das Stillen über 6 Monate hinaus wären. Inzwischen kommt es mir eher so vor, dass das Stillen wieder hip und modern wird und eher die Flaschenmamis schief angeschaut werden.

Oft wird gesagt, Flaschenmamas seien faul – Quatsch das Kind hat Hunger, ob Muttermilch oder Flasche, Ok der Papa kann nicht stillen – das ist halt Naturgegeben. 

Aber – wenn ich mir überlege, wieviel Zeit ich immer gespart habe:

Keine (Kunst)milch warmmachen, keine Flasche säubern, kein Milchpulver kaufen. Seit Michi 4 Monate ist, kann er im liegen stillen: Also – Kind hat Hunger, T-Shirt hoch, zum Kind drehen und wir stillen – im Liegen, im warmen Bett, ohne Aufstehen und wenn er fertig ist, schlafen wir weiter😂 

Also da finde ich mein Stillen eher bequem, als die Flaschenmamaprozedur.

Jede Mama gibt ihrem Kind das, was sie geben möchte und geben kann.

Lasst uns keine Brust vs. Flaschen – Clans bilden – wir sind alle Mamas❤️

Windpocken – ein Erfahrungsbericht über den Verlauf bei Babys

Mein kleiner Mann (7 Monate) hatte Windpocken. Leider kann erst mit 11 Monaten dagegen geimpft werden, aber er hat sie sich früher eingefangen. Doof.

Das Problem bei Windpocken ist auch, dass man schon 2-3 Tagen vor sichtbarem Ausbruch ansteckend ist. Die Inkubationszeit, also Ansteckung bis zum Ausbruch, beträgt 7-21 Tage, meistens 2 Wochen. Die Dauer der Krankheit beträgt dann auch wieder ca. 14 Tage und echt kein Zuckerschlecken.

Hier ist mein Bericht.

Ausbruch der Krankheit:

Tag 1
Angefangen hatte es wohl Sonntagnacht. Mir ist Montagmorgen ein linsengroßer Fleck an Mickeys Hals aufgefallen. Ich dachte aber, es käme vom Reisverschluss der Jacke und schenke dem Fleck keine besondere Beachtung.
Das Mickey schon in den Nächten von Freitag auf Samstag, und von Samstag auf Sonntag extrem schwierig war, schob ich noch auf den Wachstumsschub. Es war aber wohl der Beginn des Ausbruchs der Windpocken. Den bevor es sichtbar wird, fühlen sich die Kids sehr unwohl und können auch starke Kopfschmerzen haben.

Tag 2
Dienstagabend fielen mir dann neue Punkte (3 neue im Gesicht, einer auf dem Bauch und 3 auf dem Kopf) auf. Sofort schaute ich auch im Mund nach, um schnell Masern ausschließen zu können. Nix im Mund, also die Nacht abwarten und dann zum Arzt.

Tag 3
Mittwochmorgen rief ich sofort beim Kinderarzt an. Mickey hatte Fieber, was ich mit einem Zäpfchen behandelt habe. Um 11.30 Uhr sollte ich beim Kinderarzt sein, klingeln und warten, bis ich abgeholt werde, damit ich nicht in Kontakt mit anderen Kindern komme. Ich kam beim Arzt an und wurde sofort in ein Zimmer geschleust. Der Kinderarzt bestätigte meine Vermutung. Windpocken. Ich bekam noch Ibuprofenzäpfchen und Anaesthesulf verschrieben und ging wieder nach Hause. Die Pocken wurden mehr und Mickey wurde unwirch.

Tag 4
Donnerstag war Mickeys Gesicht und sein Kopf förmlich übersäht mit Pocken. Er weinte auch unglaublich viel und hatte starkes Fieber. Wenn er schlief, dann höchstens 60 Minuten am Stück. Auch in der Nacht. Auch am Bauch und am Rücken bildeten sich Blasen. Allein im Gesicht waren es ca. 50 Bläschen. Donnerstagmittag rief noch das Gesundheitsamt an, weil Windpocken nun meldepflichtig sind. Ich musste ein paar Fragen beantworten (wo wir waren, ob wir Kontakt zu Babys oder Immunschwachen etc. hatten -was wir zum Glück nicht hatten- und es wurde uns gute Besserung gewünscht). Donnerstagabend war das Bläschen vom Hals, das ich Sonntagnacht entdeckte, schon verkrustet.

Tag 5
Die Nacht auf Freitag war wieder extrem schwierig. Um 3:30 Uhr wurde Mickey weinend wach (sonst wird er nur so wach) und glühte förmlich. Wir waren bei 39,9 Fieber. Ich also ein Fieberzäpfchen gegeben und gegen 5:00 Uhr ist er wieder erschöpft eingeschlafen. Um 10:00 Uhr war das Fieber nochmals bei 39,4 Grad, also rief ich beim Arzt an. Ich sollte in der Mittagspause kommen und ihm noch ein Zäpfchen geben. Beim Arzt angekommen um 12:30 Uhr war das Fieber, trotz Ibu, wieder bei 39,5.
Es wurde dem kleinem Mann Blut abgenommen, was er teilnahmslos über sich ergehen ließ. Die Entzündungswerte waren zwar nicht auffällig aber dennoch bekam er Antibiotika verschrieben. Kurz vor Ablauf der 6 Stunden -Pause zwischen den Zäpfchen- waren wir bei 40,5 und ich habe ihm ein Zäpfchen gegeben.
Er war den ganzen Tag sehr teilnahmslos und motzig, zwar hat er kleine Naps gemacht, aber vom erholsamen Schlaf war das sehr weit entfernt.

Tag 6
In der Nacht auf Samstag, ziemlich genau um 00:00 hatte er 39,5 Fieber. Ich habe ihm das Antibiotikum gegeben und ein Fieberzäpfchen, die Flecken wieder abgetupft und dann hat er bis ca 3.00 Uhr geschlafen, war wach und dann wieder bis ca 6:00 Uhr. Er war so erschöpft, dass er immer wieder gequengelt hat, aber meist an Ort und Stelle, wie er gerade lag, eingeschlafen ist. Ich habe mich dann „drumherum“ drapiert, um meinen Schatz nicht zu wecken.
Am Morgen hatte er nur noch 37 Grad, also kein Fieber mehr. Die Pocken im Gesicht waren fast komplett verkrustet, nur die Pocke am Hals macht mir Sorgen. Sie kann irgendwie nicht abtrocknen, da sie genau in der Speckfalte liegt. Immerhin zeigt er da wieder Interesse an seinen Spielzügen und nutze die Wippe als Fortbewegungsmittel.

Tag 7
Er hat zwischen 23:00 und 9:00 Uhr mit nur 3 mal Stillen „durchgeschlafen“. Das Fieber war mit 36,8 am Morgen endlich besiegt und es ging darum, dass alle Bläschen trocknen und abfallen. Im Gesicht war an diesem Tage alles verkrustet und Mickey war, was Aktivität angeht, wieder der Alte. Er krabbelte durchs ganze Haus und zog sich überall (nicht ganz unfallfrei) hoch.

Tag 8
Auch in der Nacht von Sonntag auf Montag hat er sehr gut geschlafen und mich nur 3-mal zum Stillen geweckt. Insgesamt hat er von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr geschlafen. In der Nacht sind auch die ersten Krusten abgefallen und haben rote Flecken hinterlassen. Der Tag war ok. Mickey ist immer aktiver. Es verkrustete immer mehr und der rote Kranz um die bereits vorhandenen Krusten wurd immer kleiner.

Tag 9
In der Nacht war Mickey wieder unruhig. Es hat ihn wohl alles gejuckt – oder er hat schlecht geschlafen. Nach Rücksprache mit dem Arzt sollen wir noch bis morgen das Antibiotikum nehmen. Dann haben wir es 6 Tage genutzt.

Tag 10
Die Nacht war wieder hart, aber das lag -glaube ich- weniger an den Pocken, als  an dem Zahn, den der kleine Mann nun bekommt. Die Krusten wurden richtig hart, stehen ab wie kleine Berge und der kleine rote Kranz, der vor Tagen noch jeweils dazu sorgte, dass das ganze Baby bedeckt ist, ist nun kaum noch sichtbar. Jetzt ist er auch nicht mehr ansteckend und wir trauten und wieder vor die Türe, was ihm sehr gut tat. Heute gab es auch das letzte Mal Antibiotika.

Tag 11
Donnerstag und das Wochenende naht. Die Krusten fallen nun nach und nach ab und dein wunderschönes Gesicht wird wieder sichtbar. Leider hat er sich wieder eine Erkältung eingefangen. Die Nase läuft also wieder.

Tag 12-15
Freitag – Sonntag: Langsam, ganz langsam bekommen die roten Flecken, an denen die Krusten abgefallen waren, weiße Ränder. Als Laie erkannte man nicht mehr, dass es mal Windpocken waren. Die Pickel wurden immer weniger, am Körper waren noch Krusten aber das Gesicht sah nur noch nach kleinen Pickelchen aus.

Tag 16-26
Die verbleibenden Flecken wurden immer heller und zu kleinen Einbuchtungen (wie Narben) und verschwinden wohl.

Tag ?
Wenn nichts mehr sichtbar ist, werde ich ein Update senden.

 

Ich kann euch sagen. Ein Baby und Windpocken sind keine gute Mischung.

Fremdeln in 7. Monat – Der Apriljunge sieht seinen Patenonkel zum dritten Mal

Fremdeln kannten wir von dir nicht. Du bist zu jedem auf den Arm gegangen, hast dich mit jedem gefreut und wolltest mit jedem spielen. Erst vor Kurzem, als dein Patenonkel mit einem Freund zu Gast war, das war vor ziemlich genau 2 Monaten, konnte man dich direkt abgeben und du hast dich über neue Spielkammeraden gefreut.

Diesmal ganz anders: Du hast ihn gesehen und sehr skeptisch beäugt. Dann, als der Patenonkel anfing zu reden, hast du geweint und wolltest schnell zu mir flüchten. Obwohl der Onkel ein Geschenk für dich dabeihatte, konnte er so schnell keinen Blumentopf bei dir gewinnen. Das Geschenk auch erstmal nicht. Er durfte gerade mal den Kinderwagen schieben, als wir noch rausgegangen sind.  Was für eine Gnade. Am Abend hast du dich dann mit meiner Unterstützung näher rangetraut, aber das wars dann auch schon. Mal gespannt wir es heute wird. Immerhin ist dein Patenonkel mit knapp 2 Metern auch riesig groß. Wir gehen jetzt Frühstück kaufen.

Spielmatte Puzzlematte 86 Teile bei Amazon für unter 30 Euro

Wir haben eine wundervolle Puzzlematte bei Amazon gekauft. Mit einem Klick auf Puzzlematte gelangt ihr direkt zu Amazon. Die Matte kostete, als ich sie kaufte, gerade mal 27,08 € ist aber jeden Cent wert.

Die Puzzlematte ist ausgebreitet 1,80 m x 1,80 m groß und bietet so fast 4 Quadratmeter Platz zum Spielen und entdecken. Die Matte ist auch ausreichend weich, sodass die Kleinen bei Drehungen und Krabbelversuchen immer wieder weich landen.

Sie ist leicht gerippt und die Buchstaben sind herausnehmbar, weshalb es auf 86 teile kommt, wobei es 36 Puzzlestücke mit einer Kantenlänge von 32 cm sind.