Der Sodastream Test

Ich erinnere mich noch lebhaft an die Werbung aus den Neunzigern mit dem Wasser Max. Lustig im Jogginganzug gekleidete Menschen mit einem witzigen Haarschnitt priesen diesen Wassermax an.

So viel zu meiner Erinnerung, die auch komplett an der Realität vorbei sein kann.

Meine Eltern kauften früher immer Mineralwasser aus Glasflaschen (eine elende Schlepperei) und später stiegen sie auf die PET Flaschen um. Übrigens auch eine Schlepperei und total nervend, wenn man an die Pfandrückgabe denkt.

So kauften wir auch PET Flaschen stiegen danach aber auf Glasflaschen, die wir liefern ließen, um. Das war ein ziemlich teurer Spaß.

Nach unserem Umzug nach Wien kauften wir hier auch zunächst wieder PET Flaschen, ganz einfach weil es hier, eventuell wegen des fehlenden Pfandes, gefühlt weniger Glasflaschen gibt.

Allerdings wollten wir kein Plastik mehr im Hause haben und aus Glas schmeckt alles einfach viel besser.

Also kaufen wir uns nach langem Überlegen (wegen der Werbung, die mir in Erinnerung ist, habe ich eine leichte Aversion dagegen) einen SodaStream.

Zum SodaStream

Es gibt manchmal ein Angebot (wie auf dem Bild), bestehend aus einem SodaStream, drei Glasflaschen und einer gefüllten Kartusche für 99 €. Sonst bekommt man ihn meist für 119€.

Dieses Angebot finde ich top. Die Kartusche hält für ca 60 Liter Wasser, was 100 Flaschenfüllungen entspricht, denn in die Flasche gehen nur 0,6 Liter rein.

Mit dieser vergleichsweise geringen Investition, hat man das Plastik verbannt und kann ohne Schleppen frisch gesprudeltes Wasser genießen.

Vorteile:

  • Der Sodastream ist leicht und klein. So nimmt er nicht unnötig Platz in der Küche weg.
  • Er funktioniert mechanisch durch Druck. Strom wird nicht benötigt. Daher kann er auch überall mit (Büro, jedes Zimmer etc.)
  • Man reduziert Verpackungsmüll ungemein.
  • Gerade für kleinere Wohnungen top, da man keinen „Lagerplatz“ für die Flaschen braucht.
  • Von wenig bis viel Kohlensäure ist alles möglich.

Nachteile:

  • In die Flaschen passt nur 0,6 Liter.
  • Zubehör und Erweiterungen sind vergleichsweise sehr teuer.
  • Das Leitungswasser sollte gute Qualität haben oder gefiltert werden.

Zusatzinfos:

Sodastream bietet zwar auf die erste Shopbestellung 20% Rabatt, jedoch sind die Flaschen über Amazon meist mehr als 20% günstiger. Wir haben 8 Flaschen zusätzlich gekauft und knapp über 80€ dafür gezahlt.

Auch eine zusätzlich Kartusche haben wir im Handel (Billa) für ca. 35€ gekauft. Die ist absolut nicht nötig, da man die alten jederzeit in fast jedem Geschäft gegen eine neue/gefüllte tauschen kann und so nur zwischen 8 und 9€ für die Füllung zahlt. Aber wir wollten unbedingt eine Ersatzkartusche zu Hause haben, damit wir die Kartuschen bequem wechseln können und nicht losrennen müssen, sobald eine leer ist. Was mit einen Säugling und einem Kleinkind sowieso nicht so leicht ist. 

Die acht Zusatzflaschen hingegen sind für uns und für jeden wichtig, der sein Wasser gerne kühlschrankkalt genießt.

Wir füllen die Flaschen immer mit Wasser auf und stellen sie in den Kühlschrank. Sobald wir sie nutzen, werden sie aufgesprudelt und direkt getrunken.

Mit nur drei Flaschen, also 1,8 l ist das für einen Tag und zwei Personen zu wenig.

Daher sind diese Zusatzflaschen für uns absolut notwendig, was die Investitionen natürlich gleich mal erhöht.

Aber das war es uns wert.

Fazit:

Ich würde den SodaStream jedem empfehlen, der die entsprechende Trinkwasserqualität zu Hause hat.

Trinkt man das Wasser gerne aus dem Kühlschrank, empfehle ich den Kauf von weiteren Flaschen. Pro Person sollten 3-4 Flaschen vorhanden sein. Wir haben elf Stück für zwei Personen.

Ich trinke automatisch viel mehr, wenn ich weiß, dass ich nicht gleich noch mal los laufen muss, um neues Mineralwasser zu kaufen und ich bin ein Mensch, der kein stilles Wasser trinken kann.

Ich trinke bestimmt die dreifache Menge Mineralwasser, was ich an stillem Wasser trinken würde.

Eine wundervolle Geburt – geplanter KS in der Babyvilla in Klosterneuburg

Check-In am Abend vor dem geplanten Kaiserschnitt. Zwischen 16 und 17:00 Uhr sollte ich da sein.

Angekommen und ich wurde gleich mit Namen begrüßt. Wie bei einen Ceck-In in ein 5-Sterne-Hotel. Ein CTG wurde geschrieben und dann habe ich ein Zimmer bekommen. Ein wirklich schönes Zimmer, etwas altbacken in der Einrichtung aber riesig und echt schön. Versprüht so den Charme einer Klinik auf dem Land aber top ausgestattet.

Man muss quasi nichts mitbringen. Sogar das Nachthemd bekommt man von hier. Ferner gibt es alles für das Baby sowie Handtücher und Badetücher. 

Dann gab es Abendessen vom Buffet (es gibt in der Früh und am Abend Buffet, mittags bekommt man ein Essen gebracht-man kann zwischen 4 verschiedenen wählen) Zudem steht dort ein frei zugänglicher Kaffeeautomat, der neben Kaffee und heißem Wasser sogar Cappuccino und Kakao zubereiten kann.

Ich war duschen und kurz darauf wurde der Zugang für die OP gelegt sowie der Ablauf für den nächsten Tag geplant:

Ab 22 Uhr nichts mehr essen und trinken (Wasser nur Schluckweise). Um 6:00 Uhr soll ich fertig gemacht werden, CTG wird geschrieben und um 7:45 sollte es in den OP. Der einzige geplante Kaiserschnitt für diesen Tag.

Ich versuchte zu schlafen, aber ich war einfach zu aufgeregt und hatte meine Gedanken bei meinen Michi, der die erste Nacht ohne Mama verbringen muss.

Zudem hatte Sebi so getanzt und auf die Blase getreten, dass ich 4x zwischen 23:00 und 5:00 Uhr auf Toilette war.

Um 6:50 Uhr kam eine Schwester, hängte eine Infusion an und gab mir meine OP-Kleidung. Dann folgte noch das letzte CTG.  Um 8:00 Uhr wurde ich abgeholt und in den OP gefahren. Das Team war so nett und super. Dann kam schon der Matthias, meine OP-Betreuungs“schwester“, mein Mann war im grünen Dress, ich hatte das leckere Fläschchen Magensäureneutralisator-Dingsbums getrunken, hatte die Pads auf der Brust und dann auf einmal: HEKTIK!

Ein Notfall kam dazwischen (manuelle Platzentaablösung nach natürlicher Geburt in Vollnarkose) – Also warten. Aber es war OK. Notfälle gehen immer vor und mir tat diese Frau so leid, die gerade ein Kind geboren hat und nun doch operiert werden muss. Sie weinte, als sie reingeschoben wurde und fragte immer wieder, ob sie wieder aufwache. Sie tat mit so unglaublich leid. Ich hätte sie am liebsten gedrückt.

Statt um 8:00 Uhr ging es für mich um ca. 9:00 Uhr in den OP. Immer bei mir, Matthias, meine liebste „OP-Schwester“. Er war so lieb und wundervoll.

Im OP war alles vorbereitet, aber keine Hektik. Alles gechillt. Man achtete darauf, dass ich immer bedeckt war und schon ging es los mit der Spinalen.

Die örtliche Betäubung merkt man leicht, aber da ist die Betäubung beim Zahnarzt unangenehmer -finde ich- … von der Spinalen bekommt man nichts mit  und schon werden Popo und die Beine warm.

Dann erst wurde der Katheter gelegt.

Ganz blöderweise wurde mir sehr schnell sehr schlecht und mein Blutdruck fiel rasch ab. Das ist eine typische Nebenwirkung der Spinalen. Innerhalb von 2 Minuten hatte die Anästhesie meinen Blutdruck und die Übelkeit wieder unter Kontrolle und sie fingen an. Dann durfte auch mein Mann hinzu und bei mir sitzen.

Berührungen spürt man, Schmerzen nicht. Es gab ein Ruckeln und dann ein schreiendes Baby. Mit Wurmi war alles ok (9-10-10) und man begann damit, die Plazenta zu lösen und dann mich wieder zuzunähen.

Mein Mann durfte mit dem kleinen Wurm mit und brachte ihn gleich – in ein Handtuch gewickelt wieder zu mir.

Bestimmt 15-20 Minuten war er bei mir, dann fragte die Hebamme, ob es OK sei, wenn mein Mann und der Zwerg nun ins Kinderzimmer gehen und ihn fertig machen und wir uns dann wieder im Aufwachraum sehen. Klar war das Ok. So 30 Minuten später war ich dann auch fertig und ich wurde in den Aufwachraum verlegt. Ich bekam Schmerzmittel angehängt und warte darauf, meine Beine wieder bewegen zu können. Wieder ca 20 Minuten später darauf kam mein Mann mit dem Wurm und er wurde direkt angelegt. In der Zwischenzeit war mein Mann mit Zwerg übrigens in einer Art Snoozle-Raum für die Väter mit den Neugeborenen. Dort wurde ihm der Wurm auf die Brust gelegt, sodass beide kuscheln konnten.

Der kleine Mann (3.080 gr. und 50 cm) hatte nur eine Windel an und so sollte es den ganzen Tag und auch die Nacht bleiben – sowie die Tage darauf.

Hier wird auf Bonding und Stillen sehr viel Wert gelegt. Im Zimmer wurde dann nur noch Haut an Haut gekuschelt und gestillt.

In der Babyvilla sieht man es gerne und ermutigt auch die Frauen, dass das Baby mit der Mama im selben Bett schläft.

Die Schmerzen sind einfach nur die normalen Kaiserschnittschmerzen an der Narbe – immerhin ist es eine große Bauch-OP und dann die Schmerzen wenn sich die Gebärmutter zusammenzieht. Wie extrem starke Regelschmerzen + Nachwehen.

Aber das vergeht relativ schnell weg. Um 17:00 Uhr, also nach 5,5 Stunden im Zimmer durfte ich mit Hilfe aufstehen. Es wurde nochmal gefragt, ob ich mir zutraue alleine aufzustehen und als ich dies bejahte, wurde der Katheter entfernt und ab diesem Zeitpunkt durfte ich alles selbst machen, also auch den Zwerg wickeln 😍

Geplanter Kaiserschnitt in Klosterneuburg – die Geburtsplanung

Der Termin zur Geburtsplanung (geplante resectio) im Landesklinikum Klosterneuburg:

Zwischen der 25. und 30. SSW meldet man sich im Landesklinikum. Wichtig ist, dass alle Mutter-Kind-Pass -Untersuchungen bis dahin vorliegen müssen und die Ergebnisse des Zuckerbelastungstests und des HIV-Tests sowie der Blutgruppennachweis (in Ösiland ein spezielles Kärtchen, das man überall hin mitnimmt) vorliegen.

Dort redet man allgemein – wird schon gefragt, ob KS oder natürliche Geburt, bekommt die Zimmer gezeigt und einen Termin für das Geburtsplanungsgespräch um die 38. Woche rum.

Mein Termin war 36+6, also Anfang 38. SSW

Die Klinik war fast leergefegt und kaum jemand war da, daher war es auch extrem ruhig.

Hoch in den ersten Stock zum Infoschalter.

Station 1:

Direkt zur Hebamme zum CTG schreiben. In Deutschland gibt es ab der 25. SSW regelmäßig CTG-so alle 4 Wochen. Hier war es das erste CTG der Schwangerschaft. Während des CTG Blutabnahme, die ich gar nicht gespürt habe und den Fragebogen beantworten. Dann noch Blutdruck messen und direkt weiter.

Station 2:

Ultraschall, Lage kontrollieren, Kind schauen, messen und wiegen (geschätzt 51,5 cm und 2.800g).

Durchblutung der Nabelschnur, Fruchtwasser und Plazenta checken und Aufklärung über die Geburt/Kaiserschnitt.

Die Ärztin war so toll. Ich sagte ihr, dass ich eine schlimme erste Geburt hatte mit missglückter Einleitung, Wehentropf mit heftigen Wehen über 19 Stunden aber komplett ohne Muttermundakrivität und schließlich sec. Sectio. Deshalb könne ich mir eine natürliche Geburt nicht mehr vorstellen.

Sie sagte, dass sie das so viele Stunden gar nicht zugelassen hätte. Wenn ne Einleitung nicht die Geburt in Schwung bringe, dann müsse man sofort reagieren, sonst hätte die Frau nur Schmerzen ohne Sinn und Zweck und wenn man zu lange wartet, dann endet es oft im Notkaiserschnitt. Das erste mal hab ich mich verstanden gefühlt.

Dann sagte sie weiter: „Jemandem, der sowas erlebt hat, wurde ich niemals in eine natürliche Geburt drängen, außer sie wollen das unbedingt. Wir machen einen Kaiserschnitt – nur diesmal entspannt und ohne Stress und mit Bondingband.“

Wir redeten weiter und ich sagte ihr, dass ich meinen Großen (2 Jahre) noch stille. Sie meinte: „Ich habe meine bis 3 gestillt, lassen Sie sich nicht einreden, dass es falsch wäre. Es ist das natürlichste überhaupt. Gut, um die Milch wird es jetzt einen Kampf geben, aber das meistern Sie auch. Immer auf den Bauch hören.“

Ich hatte noch nie so eine Ärztin erlebt. Nicht nur offen für meinen Kaiserschnittwunsch. Sie hat mich nochmal bestärkt. Zudem ist sie selbst Normalzeitstillmama  sagt, dass wir einfach auf unser Gefühl hören sollen. Diese Mischung aus Muttergefühl, „die Natur richtet es“ aber auch der Natur nachhelfen mit den medizinischen Möglichkeiten, die wir heute haben fand ich grandios.

Der Kaiserschnitttermin wurde festgelegt und der genaue Ablauf erläutert. Dann ging es mit winzigem Umweg zur Anästhesie.

Station 3:

Die Anmeldung in der Klinik erfolgte.

Station 4:

Die Aufklärung erfolgte durch den Chef-Anästhesisten und war, wie der ganze Vormittag in der Klinik, sehr nett und entspannend.

Ich freue mich, diese Klinik gefunden zu haben.

Ehrlicher Hello Fresh Test – ohne Sponsor ohne Kooperation

Ich habe die Hello Fresh Box wirklich getestet. Also selbst bezahlt ohne Kooperation ohne Geschenke ohne alles. Und meine ehrliche Meinung ist, es lohnt sich nicht.

Aber hier der ausführliche Bericht:

Lieferung und Zutaten:

Die Lieferung erfolgte nach einem bekannten Zeitfenster sehr sehr pünktlich, die gekühlten Sachen waren noch eiskalt und ansonsten waren die Zutaten jeweils in Papiertüten gepackt, damit man gleich alle Zutaten für ein Gericht beisammen hat. Grundsätzlich ist das sehr sinnvoll, allerdings muss dazu dann der Kühlschrank leer sein und ich möchte auch ehrlich gesagt nicht vier oder fünf Tage lang ein Gemüse mit einem Käse zusammen in einer verschlossenen Tüte lagern. Also habe ich alle Tüten und Taschen ausgepackt und in dem Kühlschrank ins richtige Fach geräumt. 

Zubereitung:

Die Zubereitung ist sehr einfach beschrieben und auch genauso einfach nachzukochen. Man sollte sich jedoch vorher alles schon bereitlegen, da die Zeiten (für Kochanfänger) manchmal etwas knapp bemessen sind.

Müll:

Grundsätzlich hat man nicht viel mehr Müll, als würde man es so im Geschäft kaufen. Was zusätzlich anfällt sind die Papiertüten und die Plastiktüten in denen die einzelnen Tage verpackt sind. Zusätzlich fällt natürlich auch das Plastik der eingeschweißten Fleischstücke an, falls man ansonsten sein Fleisch beim Metzger kauft. Also man hat schon mehr Müll aber jetzt auch nicht über die Maßen mehr. (Im Vergleich zum normalen Laden)

Preis:

Ich hatte einen 50 % Rabatt Code (geistert hin und wieder im Internet rum) und somit für vier Tage für vier Personen 40 € gezahlt. Das fand ich durchaus angemessen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es für 80 € nicht kaufen würde. Für 40€ eventuell bis ja, für 50€ eventuell, ab einem Preis von 60€ würde ich es nicht mehr kaufen. Dazu schränkt es mich zu sehr ein aber dazu weiter unten.

Qualität:

Die Qualität und Haltbarkeit der Sachen hat mir nicht gefallen. Das Fleisch und die Wurst war zum Teil (2 von 4 Gerichten) nur noch 2 Tage haltbar.

Das Gemüse sah nicht so frisch aus. Eher so wie ich aussehe, wenn ich als Ü 35 ne ganze Nacht auf Party war.

Zudem kommen die Zutaten aus der ganzen Welt, was in diesem Sinne nicht positiv zu verstehen ist. Tomaten aus Holland kennt man ja, aber Eier von anderen Ende der Welt?

Alltagstauglichkeit:

ich denke, dass es für viele sehr hilfreich ist, weil es die Planung, die Rezeptsuche und das Einkaufen vielen Menschen „Probleme“ abnimmt, die aber dennoch gerne kochen wollen. Wenn man aber -wie ich- absolute Flexibilität wünscht und gerne frische Lebensmittel der Saison vom Markt einkauft, ist man einfach zu sehr gebunden. Zum Beispiel hatte ich absolut keine Lust zweimal hintereinander Nudeln zu machen allerdings war dies notwendig, da ich aufgrund der Haltbarkeit kein anderes Gericht vorziehen konnte.

STILLEN – Langzeit / Normalzeit / Kurzzeit

Ich stille nun seit fast zwei Jahren und setze mich nun mit dem Tandemstillen auseinander. (Anfang Mai kommt mein kleiner Stier)

Stillen ist Liebe
Stillen ist die schönste Verbindung

Für mein – wie es viele nennen- Langzeitstillen bekomme ich sehr viel Lob und alle finden es klasse, dass ich mich so aufopfere… Hm aufopfern würde ich es nicht nennen – ich mache es gerne, weil es mir und dem Zwerg gut tut. Weil es meiner Ansicht nach mit Abstand die beste Nahrung für den Zwerg ist.

Als ich anfing zu Stillen, wurde ich damit konfrontiert, dass viele gegen das Stillen über 6 Monate hinaus wären. Inzwischen kommt es mir eher so vor, dass das Stillen wieder hip und modern wird und eher die Flaschenmamis schief angeschaut werden.

Oft wird gesagt, Flaschenmamas seien faul – Quatsch das Kind hat Hunger, ob Muttermilch oder Flasche, Ok der Papa kann nicht stillen – das ist halt Naturgegeben. 

Aber – wenn ich mir überlege, wieviel Zeit ich immer gespart habe:

Keine (Kunst)milch warmmachen, keine Flasche säubern, kein Milchpulver kaufen. Seit Michi 4 Monate ist, kann er im liegen stillen: Also – Kind hat Hunger, T-Shirt hoch, zum Kind drehen und wir stillen – im Liegen, im warmen Bett, ohne Aufstehen und wenn er fertig ist, schlafen wir weiter😂 

Also da finde ich mein Stillen eher bequem, als die Flaschenmamaprozedur.

Jede Mama gibt ihrem Kind das, was sie geben möchte und geben kann.

Lasst uns keine Brust vs. Flaschen – Clans bilden – wir sind alle Mamas❤️

Windpocken – ein Erfahrungsbericht über den Verlauf bei Babys

Mein kleiner Mann (7 Monate) hatte Windpocken. Leider kann erst mit 11 Monaten dagegen geimpft werden, aber er hat sie sich früher eingefangen. Doof.

Das Problem bei Windpocken ist auch, dass man schon 2-3 Tagen vor sichtbarem Ausbruch ansteckend ist. Die Inkubationszeit, also Ansteckung bis zum Ausbruch, beträgt 7-21 Tage, meistens 2 Wochen. Die Dauer der Krankheit beträgt dann auch wieder ca. 14 Tage und echt kein Zuckerschlecken.

Hier ist mein Bericht.

Ausbruch der Krankheit:

Tag 1
Angefangen hatte es wohl Sonntagnacht. Mir ist Montagmorgen ein linsengroßer Fleck an Mickeys Hals aufgefallen. Ich dachte aber, es käme vom Reisverschluss der Jacke und schenke dem Fleck keine besondere Beachtung.
Das Mickey schon in den Nächten von Freitag auf Samstag, und von Samstag auf Sonntag extrem schwierig war, schob ich noch auf den Wachstumsschub. Es war aber wohl der Beginn des Ausbruchs der Windpocken. Den bevor es sichtbar wird, fühlen sich die Kids sehr unwohl und können auch starke Kopfschmerzen haben.

Tag 2
Dienstagabend fielen mir dann neue Punkte (3 neue im Gesicht, einer auf dem Bauch und 3 auf dem Kopf) auf. Sofort schaute ich auch im Mund nach, um schnell Masern ausschließen zu können. Nix im Mund, also die Nacht abwarten und dann zum Arzt.

Tag 3
Mittwochmorgen rief ich sofort beim Kinderarzt an. Mickey hatte Fieber, was ich mit einem Zäpfchen behandelt habe. Um 11.30 Uhr sollte ich beim Kinderarzt sein, klingeln und warten, bis ich abgeholt werde, damit ich nicht in Kontakt mit anderen Kindern komme. Ich kam beim Arzt an und wurde sofort in ein Zimmer geschleust. Der Kinderarzt bestätigte meine Vermutung. Windpocken. Ich bekam noch Ibuprofenzäpfchen und Anaesthesulf verschrieben und ging wieder nach Hause. Die Pocken wurden mehr und Mickey wurde unwirch.

Tag 4
Donnerstag war Mickeys Gesicht und sein Kopf förmlich übersäht mit Pocken. Er weinte auch unglaublich viel und hatte starkes Fieber. Wenn er schlief, dann höchstens 60 Minuten am Stück. Auch in der Nacht. Auch am Bauch und am Rücken bildeten sich Blasen. Allein im Gesicht waren es ca. 50 Bläschen. Donnerstagmittag rief noch das Gesundheitsamt an, weil Windpocken nun meldepflichtig sind. Ich musste ein paar Fragen beantworten (wo wir waren, ob wir Kontakt zu Babys oder Immunschwachen etc. hatten -was wir zum Glück nicht hatten- und es wurde uns gute Besserung gewünscht). Donnerstagabend war das Bläschen vom Hals, das ich Sonntagnacht entdeckte, schon verkrustet.

Tag 5
Die Nacht auf Freitag war wieder extrem schwierig. Um 3:30 Uhr wurde Mickey weinend wach (sonst wird er nur so wach) und glühte förmlich. Wir waren bei 39,9 Fieber. Ich also ein Fieberzäpfchen gegeben und gegen 5:00 Uhr ist er wieder erschöpft eingeschlafen. Um 10:00 Uhr war das Fieber nochmals bei 39,4 Grad, also rief ich beim Arzt an. Ich sollte in der Mittagspause kommen und ihm noch ein Zäpfchen geben. Beim Arzt angekommen um 12:30 Uhr war das Fieber, trotz Ibu, wieder bei 39,5.
Es wurde dem kleinem Mann Blut abgenommen, was er teilnahmslos über sich ergehen ließ. Die Entzündungswerte waren zwar nicht auffällig aber dennoch bekam er Antibiotika verschrieben. Kurz vor Ablauf der 6 Stunden -Pause zwischen den Zäpfchen- waren wir bei 40,5 und ich habe ihm ein Zäpfchen gegeben.
Er war den ganzen Tag sehr teilnahmslos und motzig, zwar hat er kleine Naps gemacht, aber vom erholsamen Schlaf war das sehr weit entfernt.

Tag 6
In der Nacht auf Samstag, ziemlich genau um 00:00 hatte er 39,5 Fieber. Ich habe ihm das Antibiotikum gegeben und ein Fieberzäpfchen, die Flecken wieder abgetupft und dann hat er bis ca 3.00 Uhr geschlafen, war wach und dann wieder bis ca 6:00 Uhr. Er war so erschöpft, dass er immer wieder gequengelt hat, aber meist an Ort und Stelle, wie er gerade lag, eingeschlafen ist. Ich habe mich dann „drumherum“ drapiert, um meinen Schatz nicht zu wecken.
Am Morgen hatte er nur noch 37 Grad, also kein Fieber mehr. Die Pocken im Gesicht waren fast komplett verkrustet, nur die Pocke am Hals macht mir Sorgen. Sie kann irgendwie nicht abtrocknen, da sie genau in der Speckfalte liegt. Immerhin zeigt er da wieder Interesse an seinen Spielzügen und nutze die Wippe als Fortbewegungsmittel.

Tag 7
Er hat zwischen 23:00 und 9:00 Uhr mit nur 3 mal Stillen „durchgeschlafen“. Das Fieber war mit 36,8 am Morgen endlich besiegt und es ging darum, dass alle Bläschen trocknen und abfallen. Im Gesicht war an diesem Tage alles verkrustet und Mickey war, was Aktivität angeht, wieder der Alte. Er krabbelte durchs ganze Haus und zog sich überall (nicht ganz unfallfrei) hoch.

Tag 8
Auch in der Nacht von Sonntag auf Montag hat er sehr gut geschlafen und mich nur 3-mal zum Stillen geweckt. Insgesamt hat er von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr geschlafen. In der Nacht sind auch die ersten Krusten abgefallen und haben rote Flecken hinterlassen. Der Tag war ok. Mickey ist immer aktiver. Es verkrustete immer mehr und der rote Kranz um die bereits vorhandenen Krusten wurd immer kleiner.

Tag 9
In der Nacht war Mickey wieder unruhig. Es hat ihn wohl alles gejuckt – oder er hat schlecht geschlafen. Nach Rücksprache mit dem Arzt sollen wir noch bis morgen das Antibiotikum nehmen. Dann haben wir es 6 Tage genutzt.

Tag 10
Die Nacht war wieder hart, aber das lag -glaube ich- weniger an den Pocken, als  an dem Zahn, den der kleine Mann nun bekommt. Die Krusten wurden richtig hart, stehen ab wie kleine Berge und der kleine rote Kranz, der vor Tagen noch jeweils dazu sorgte, dass das ganze Baby bedeckt ist, ist nun kaum noch sichtbar. Jetzt ist er auch nicht mehr ansteckend und wir trauten und wieder vor die Türe, was ihm sehr gut tat. Heute gab es auch das letzte Mal Antibiotika.

Tag 11
Donnerstag und das Wochenende naht. Die Krusten fallen nun nach und nach ab und dein wunderschönes Gesicht wird wieder sichtbar. Leider hat er sich wieder eine Erkältung eingefangen. Die Nase läuft also wieder.

Tag 12-15
Freitag – Sonntag: Langsam, ganz langsam bekommen die roten Flecken, an denen die Krusten abgefallen waren, weiße Ränder. Als Laie erkannte man nicht mehr, dass es mal Windpocken waren. Die Pickel wurden immer weniger, am Körper waren noch Krusten aber das Gesicht sah nur noch nach kleinen Pickelchen aus.

Tag 16-26
Die verbleibenden Flecken wurden immer heller und zu kleinen Einbuchtungen (wie Narben) und verschwinden wohl.

Tag ?
Wenn nichts mehr sichtbar ist, werde ich ein Update senden.

 

Ich kann euch sagen. Ein Baby und Windpocken sind keine gute Mischung.

Spielmatte Puzzlematte 86 Teile bei Amazon für unter 30 Euro

Wir haben eine wundervolle Puzzlematte bei Amazon gekauft. Mit einem Klick auf Puzzlematte gelangt ihr direkt zu Amazon. Die Matte kostete, als ich sie kaufte, gerade mal 27,08 € ist aber jeden Cent wert.

Die Puzzlematte ist ausgebreitet 1,80 m x 1,80 m groß und bietet so fast 4 Quadratmeter Platz zum Spielen und entdecken. Die Matte ist auch ausreichend weich, sodass die Kleinen bei Drehungen und Krabbelversuchen immer wieder weich landen.

Sie ist leicht gerippt und die Buchstaben sind herausnehmbar, weshalb es auf 86 teile kommt, wobei es 36 Puzzlestücke mit einer Kantenlänge von 32 cm sind.

Ich habe ein 3 Monate altes Baby besiegt! – Muss man darauf stolz sein?

„Sie hat es gelernt! Am Anfang hat sie geweint, aber das war alles berechnend, aber nun hat sie es verstanden und schläft allein in ihrem Bett. Sie kann ja nicht ewig bei uns schlafen.“

Etwas geschockt nahm ich diesen Satz zur Kenntnis und fragte mich, können die Eltern das ernst meinen? Denken sie wirklich ihre 3 Monate alte Tochter, würde absichtlich und berechnend losweinen, um im Elternbett zu schlafen? Meinen sie wirklich, dass sie es verstanden hat, weil sie irgendwann aufhörte zu weinen?

Ja sie meinten es ernst und ich konnte nichts dazu sagen, auch weil ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Kinder hatte und daher sowieso „keine Ahnung“ hatte.

Aber im ernst und mal ganz einfach nachgedacht. Das Kind ist 40 Wochen in Mamas Bauch-ganz nah und kaum auf der Welt, soll es unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten verstehen? Besser gesagt, die individuellen Gepflogenheiten der Familie, in die es hineingeboren wurde? Babys können sich nicht helfen und suchen daher ihre Kontaktperson. Wenn ein Baby mit 3 Monaten und auch später weint, dann hat es ein Problem. Manchmal weiß es selbst nicht, was für ein Problem, aber es weiß, dass es seine Kontaktpersonen braucht. Und die Kontaktperson sieht das als berechnend an und unterstellt ihrem Kind böse Absichten? Das kann doch nicht ernst gemeint sein. Liegt ein Baby einsam und allein in seinem Bett, kann schließlich ein Säbelzahntiger es holen kommen, es könnte vom Rudel vergessen worden sein, deshalb schreit es-ruft es – und ihr lasst es liegen? Wartet bis es erschöpft und resigniert einschläft und wertet das als Erfolg eurer Erziehung? Ich garantiere es schläft nicht ein, weil es verstanden hat, dass es allein schlafen soll, es schläft aus Angst und Erschöpfung ein und ihr verpasst dem Aufbau von Bindung.

Ist es das wert? Wovor habt ihr Angst? Angst, dass das Kind mit 18 noch bei euch im Bett schläft? Angst, dass es nicht selbstständig wird? Keine Sorge, die Lösungsphase beginnt mit ca. 6 Jahren und ich kenne keinen Menschen, der mit 18 im Bett seiner Eltern schlafen will.

Seid für eure Kinder da. Sie brauchen euch und ihr könnte Vertrauen und Bindung auf- und ausbauen und Liebe geben!

Habt euch lieb!

Oh Schreck – Was man sich im Kindercafé alles so einfangen kann…

Fangen wir mal Kurz an: ich hasse sogenannte Kinder-Cafés. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum… Vielleicht mag ich die Leute nicht, die reingehen/rauskommen, die Kinder nicht, die Einrichtung nicht, die Mentalität nicht.

Naja. Also habe ich mich immer geweigert hinzugehen. Nun hat ein Bekannter von uns jedoch zum gefühlten 1000ten-Mal gefragt, ob wir nicht hier in Saarbrücken in ein Kinder-Café mit ihm und seiner Tochter (18 Monate) gehen würden. „Komm Sarah – Versuch mal was Neues! Es wird dich schon nicht umbringen“, dachte ich mir und wir sagten zu.

Also kamen wir pünktlich in einem kleinen Café an. Als wir ankamen, hatte das Café gerade geöffnet und ich wartete gespannt, dass mir der Geruch von einem frisch geputztem Café oder in der Spieleecke der Geruch von frisch desinfizierten Spielsachen entgegenkam.. Aber weder das Eine noch das Andere. Eher etwas unsauber kam es daher.

Zum Frühstück konnte man das Buffet nehmen. 9€ für ein Frühstücksbuffet exklusive Getränke ist extrem teuer, wenn das Buffet nur aus folgendem Inhalt besteht: gekochte Eier, Aufbackbaguettes, Aufbackbrezeln, 2 Sorten Käse, 3 Sorten Wurst, Tomate-Mozarella, Nutella, 2 Sorten Marmelade, Honig, Butter, 2 Sorten Müsli, Quark, Milch und ein Fruchtsalat. Getränke on Top für im Schnitt 3€/Getränk.

Nimmt man das Frühstück, einen Cappuccino, einen Saft und einen Sprudel, kann man für das gleiche Geld in ein Sternehotel in Saarbrücken frühstücken gehen. Und da hat man definitiv mehr Auswahl und All you can drink inklusive.

Aber einen Vorteil muss es ja haben… ach ja, die Spieleecke, besser gesagt, der Raum, in dem die Kinder spielen können: Ein Bällebecken, eine kleine Art Kletterlandschaft und noch etwas Kleinspielzeug. Alles leider nicht so sauber. Wie gesagt, wir waren die Ersten, die da waren, es hätte sauber sein können! Aber zurück zu Preis: Um in diesem „Kinderparadies“ spielen zu können, müssen die Eltern zusätzlich noch 2€/Kind zahlen. Unglaublich familienfreundlich, wenn man sich die Preise für Essen und Getränke anschaut.

Unter dem Motto „Man muss alles mal testen“ testeten wir auch diesen Bereich. Zwischenzeitlich kamen andere Gäste, wobei ein kleines Mädel relativ schnell aus dem Spielezimmer zu seinem Vater lief, weil es in etwas Spitzes getreten sei und weinte bitterlich, denn die Schuhe muss jeder an der Türe ausziehen. Ich frage mich, wie dann etwas Spitzes in den Bereich kommen kann, wenn man doch davon ausgehen könnte, das geputzt wird…

Mein Kleiner Mann hatte auch alsbald keine Lust mehr, ich versuchte ihn noch in dem Baby-/Kleinkindbereich zu stillen und legte mich mit ihm dazu in eine kleine „Kuschelecke“. Er ließ sich aber nicht beruhigen, also sind wir heim.

Mein Andenken, wie ich tags darauf feststellte, war ein Floh, der sich bei mir verirrt hatte. Ich hatte ja nicht besseres zutun, als die gerade erst frisch gemachten Betten nochmal erneut neu zu beziehen, ALLES zu waschen und zu hoffen, dass ich den Floh getötet hatte, bevor er über meinen Kleinen herfällt (Zur Info, ich habe den Floh noch am Abend besiegt)

Dienstags abends (wir warten Sonntagmorgen da) bekam mein kleiner Mann hohes Fieber und eine richtig fiese Erkältung, die trotz Medikamenten immer noch (heute ist Sonntag) andauert.

Natürlich muss dies nicht aus dem Kinder-Café stammen, jedoch gab es einfach zu viele Dinge, die zusammengespielt haben:

  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis war unter aller Kanone
  • Es war mir zu unsauber
  • Ein Kind hat sich im Spielbereich relativ schnell verletzt
  • Wir hatten danach einen Floh und der Kleine hatte Fieber. Diese beiden Dinge schiebe ich auch auf das Kinder-Café, da es einfach nicht so sauber war, wir noch NIE einen Floh hatten und der Kleine auch noch NIE krank war.

Dieser Bericht schildert meinen ganz persönlichen Eindruck von dem Geschehen am 22.10.2017 in Saarbrücken.